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Posts Tagged ‘Strom’

Nehmen wir uns da ein Beispiel an der Schweiz ?
Ein Land das 80 % Prozent seines Energiebedarfs durch „Importe“ deckt, möchte den Pro-Kopf Verbrauch an Energie von annähernd 5000 Watt p.a. auf 2000 Watt senken. Geboren ist die „2000 Watt Society“

Kann der Deutsche Bürger mit 5597.7 Watt Energieverbrauch im Jahr denn noch was einsparen ? Immerhin liegt er genau im europäischen Schnitt. Ist ein ähnliches ehrgeiziges Ziel, wie es die Schweizer verfolgen überhaupt realistisch ?
Global gesehen sind wir doch recht effektiv.

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Sind 2000 Watt hier machbar ? Sicher nicht von heute auf morgen.
Mit den richtigen Maßnahmen, gebündelt oder einzeln, kann jeder viel zum Erreichen dieses Ziels beitragen.
Dies könnte bereits durch den Einsatz energieeffizienter Elektronik- oder Haushaltsgeräte erfolgen. Nützliche Tipps lassen sich hier auf

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European Wind Energy Association

In Zeiten der Finanzkrise, in der das Gefühl aufkommt die gesamte Wirtschaft würde schrumpfen, gibt es eine Branche, die durch ihre positive Bilanz heraussticht.

Die erneuerbaren Energien konnten nach Angaben des Bundesumweltministeriums eine Umsatzsteigerung von 25,5 Milliarden Euro (2007) auf 29,7 Milliarden Euro (2008) erwirtschaften. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2008 um 29.000 Mitarbeiter auf 278.000.

Die Branche, die unter allen erneuerbaren Energien derzeit ein „Boom“ erlebt, ist ohne Zweilfel die Windenergie. Mit weltweit 120,791 MW (2008) erzeugtem Strom aus Wind, ist die Windbranche die führende Kraft unter den erneuerbaren Energien.

Aber auch innerhalb der Windbranche ist eine interessante Entwicklung festzustellen. Deutschland, das sich in den letzten Jahren durch sein technisches Know-How und einem Anteil von 7% (23.903 MW) an der gesamten Stromerzeugung zu der führenden Nation im Bereich der Windenergieerzeugung entwickelte, wurde im letzten Jahr durch die USA eingeholt.

Dort hat es, auch durch die Unterstützung von US-Präsident Obama, ein Umdenken der amerikanischen Energie Giganten gegeben. Große Unternehmen wie z.B. General Electric kauften, mit dem Ziel Marktführer in der boomenden Windindustrie zu werden, kleinere Unternehmen mit Erfahrungen und Know-How im Bereich der Windenergie auf. Somit konnte die Windenergie in der USA im letzten Jahr um 31% auf 25.170 MW wachsen.

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Mit jedoch 63.935 MW installierter Windenergiekapazität ist die EU weiterhin Spitzenreiter in der Energiegewinnung aus der natürliches Ressource Wind. Im letzten Jahr wurden in der EU insgesamt 23.851 MW durch neue Kraftwerke geschaffen. Mit 8.484 MW (36%) ist die Windenergie zum ersten Mal in der Geschichte die führende Technologie der neu installierten Leistung.

In der EU wurden im Jahr 2008 durchschnittlich 20 Windturbinen an jedem Wochentag installiert. Am Ende des Jahres waren 160.000 Mitarbeiter direkt als auch indirekt im Windenergiesektor beschäftigt. Insgesamt produziert die Windenergie in der EU 142 TWh Elektrizität. Dies entspricht 4,2 % des gesamten Strombedarfs der EU.

Durch die bisher installierte Windenergieleistung in der EU können pro Jahr 108 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.

European Wind Energy Association

Global Energy Council

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Hier mal ein Post für jeden Unternehmer der schon immer einmal eine Ausschreibung für Grünstrom machen wollte.

Für jeden der sich schonmal gefragt hat: „Wie lassen sich Klimaschutz und Umweltpolitik denn bei mir im Einkauf vereinen?“

Die Serie startet heute zum Thema Grünstrombeschaffung und soll folgende Fragen beantworten:

– Wie gestalte ich solch eine „Grünstrom“-Ausschreibung?

– Wie gehe ich sicher, dass der Strom auch wirklich grün ist?

– Inwiefern erreiche ich eine „Nachhaltigkeit“?

Beispiel:

„Einkauf – Ökostrom“
Auftragsgegenstand: Bezug von Strom aus einem bestimmten Anteil aus erneuerbaren Energiequellen


Technische Spezifikation:

A) Mindestens 65% des gelieferten Stroms muss aus erneuerbaren Energiequellen (EE),
entsprechend der Definition in Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 2001/77/EG, stammen.

B) 35% des Stroms aus
den EE muss aus neuen Anlagen stammen. Als neu sind alle Anlagen anzusehen die 3 Jahre vor Bekanntgabe des
Auftrags in Betrieb genommen wurden.

C) Insgesamt sollte der Strom atomstromfrei sein. Nachweise müssen
jeweils für die Herkunft des Stroms und das Alter der Anlagen erbracht werden.
Zuschlagserteilung: Der Auftrag wird an den Bieter vergeben, der bei der Ermittlung des gesamtwirtschaftlichen
besten Angebots, die höchste Anzahl an Punkten erreicht.

Dabei gilt es folgendes Schema zu beachten.
A) Zusätzliche Anteile EE Strom aus neuen Anlagen: 10 Punkte für jeden Anteil über dem gefordertem
Leistungsniveau


B) Zusätzliche Anteile EE Strom: 5 Punkte für jeden Anteil über dem gefordertem Leistungsniveau


C) Begünstigung anderer EE als Wasserkraft: 5 Punkte für jeden Anteil aus EE der nicht aus Wasserkraft
bezogen wird

Bieter müssen nachweisen können, die genannten Kriterien erfüllen zu können um die jeweiligen Punkte zu erhalten.
Vertragsbedingungen: Die Kommune behält sich das Recht vor Kontrollen durchzuführen die sicherstellen, dass
der Auftragsgegenstand stets erfüllt wird.

Vgl.:ICLEI Europasekretariat GmbH, D-79013 Freiburg: Das Procura+ Handbuch für Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz in der
öffentlichen Beschaffung, 2. Auflage, Freiburg 2007, Seite 78-80

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Nach Berechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanz (AGEB) stieg der Primärenergieverbrauch auf 478 Millionen Tonnen SKE oder 14000 PJ (PetaJoule).

Der Anteil von Mineralöl stieg um 5 % auf 166 Millionen Tonnen SKE.
Erdgas fiel um 1% auf 105,5 Millionen Tonnen SKE.
Steinkohle fiel um 7 % auf 62,5 Millionen Tonnen SKE
Braunkohle fiel im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % auf 53 Millionen Tonnen SKE.

Der Anteil aller Erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung stieg von 13,8 % auf 14,6 %. Dabei fiel der Anteil der Wasserkraft um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr und der Beitrag der Windkraft stieg in den ersten neun Monaten um 1 %.

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Im Jahr 2008 gab es mit 22,5 Milliarden Kilowattstunden wiederum einen Stromexportüberschuss, der sogar noch höher als im Vorjahr (rund 19 Milliarden Kilowattstunden) ausfiel. Zum Vergleich: Diese überschüssige Strommenge entspricht etwa dem, was zehn durchschnittliche Kohlekraftwerke pro Jahr erzeugen. Obwohl also immer mal wieder von der Energiewirtschaft versucht wird, eine „Oh-Gott-Deutschland-wird-in-die-Stromlücke-plumpsen“- Diskussion anzuzetteln belegen die nüchternen Zahlen: Deutschland ist Strom-Export-Meister.

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